Ein Backschwein aus dem Lehmofen, einfach lecker

  • geschrieben am 11. Oktober 2010
  • von Volker Dienst

Endlich war es soweit,ein Anlass war gefunden, die nötige Anzahl lieber Gäste hatte auch Zeit an dem Wochenende,also habe ich ein Backschwein versprochen.

Die Bilder zu dem ganzen Spektakel finden sie am Ende des Betrags.

Da ich im Internet kein richtiges Rezept für die Zubereitung gefunden habe möchte ich nun da alles geklappt hat einen Rezeptvorschlag ins Netz stellen.

  • Für ca. 20 Personen habe ich bei unserem Biobauern um die Ecke einen halbe Läufer (ausgeschlachtet ca.20kg) bestellt.Das Fleisch eines Spanferkels ist einfach geschmacklich noch nicht so ausgereift,wie das bei einem etwas größerem Exemplar.
  • Das Prachtexemplar wurde gleich in die bereitstehende Pfanne gelegt und einen Tag kühl gestellt. Die Schwarte wird nach belieben eingeschnitten.
  • Am Folgetag habe ich das Schweinefleisch mit einer Lake gespritzt. Diese wird wie folgt einen Tag vorher angesetzt: 1 Liter Wasser,dazu 60g Salz für eine 6%ige Salzlake, etwas Knoblauchsalz je nach Geschmackswunsch, Pfeffer+Paprika, 1 Lorbeerblatt das ganze aufkochen lassen und dann kaltstellen.
  • 24h vor dem eigentlichen backen wird das Schweinfleisch dann mit Hilfe einer Gewürzspritze injeziert, damit die Würze gut zur Geltung kommt. Dabei kann wirklich großzügig gespritz werden.
  • als Beilage für eine leckere Soße kommt mit in die Pfanne: 4-5 Möhren gestückelt, 4 mittlere Zwiebeln geviertelt,4-5 Tomaten geviertelt, zwei Knoblauchzehen nur leicht gedrückt zum auskochen,1-2 Liter Brühe zum aufgießen.

Das eigentliche backen hat eigentlich ziemlich lange gedauert, da ich zum Anfang nicht lange genug Zeit hatte meinen Ofen vorzuheizen. Vom ersten Einschieben bis zum Schluss sind ca. 12h nötig gewesen,was sich aber für den Geschmack als absolut genial herausgestellt hat, da das Fleisch wirklich Zeit hatte ganz vorsichtig zu garen. Mann muss sich sowieso entscheiden ob man gleich eine braune Kruste haben möchte oder bis zum Schluss mit den bräunen wartet wie ich es gemacht habe. Wenn der Ofen am Anfang zu heiß ist gibt es bestimmt Verbrennungen 3.-4.Grades was dem Geschmack sicher nicht dienlich ist.

Ich habe also zuerst meine Ofen auf ca.250 grad dauerhaft vorgeheizt und die Pfanne dann hineingeschoben und musste feststellen, das die Pfanne schon allein 100 grad schluckt wenn sie hineingeschoben wird. Nach zwei Stunden mal einen kurzen Kontrollblick, wer das zu oft macht verliert unheimlich Hitze aus dem Ofen.

Das Zwischenergebnis kann sich schon sehen lassen, aberwar noch nach meinen Vorstellungen gelungen, also raus aus dem Ofen nochmal ordentlich Feuer gemacht auf ca.350 grad ( Vorsicht nicht übertreiben ein Lehmofen ist kein Hochofen, verträgt also nicht ungeschadet zuviel Hitze.)

Nochmal ein 5 stündiger Aufenthalt für das Schwein im Ofen und ich kann sagen das Ergebnis war so wie ich es erhofft hatte. Die Schwarte war echt knusprig und die Kerntemp. in der Keule lag bei 75 grad. Es macht sich sowieso besser mit einem entsprechenden Termometer zu arbeiten.

So lange die Vor- und Zubereitung gedauert, so schnell war fast alles verspeist, die wenigen Reste ergeben einen super Kesselgulasch.

Mir wurde berichtet dass es gemundet hat und ich selbst war auch zufrieden.

Sollte jemand mal in einen Erfahrungsaustausch treten wollen, ich beantworte gern ihre E-mail. Ich werde sicher auch etwas darüber im Forum der tollen Seite von “Backofenrobi” veröffentlichen.dsc_09741dsc_09732dsc_0977dsc_0978dsc_0988

Geschrieben von Volker Dienst am Montag, 11. Oktober 2010 um 16:01 Uhr

Kategorie: Allgemein, Ferienwohnungen, Kulinarisches, Topfguck

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